Unser Geläut

St. Matthäus verfügt über ein großartiges, berührendes Geläut.
Insgesamt sieben Glocken läuten zu je unterschiedlichen Anlässen vom Turm oder vom Dachreiter der Matthäuskirche. 
Zwei davon sind die ältesten Glocken einer protestantischen Kirche in ganz Oberbayern. Sie wurden um 1830 gegossen. Als die alte Matthäuskirche, die am Stachus stand, 1938 durch die Nazis abgerissen wurde, wurden einige Glocken gerettet und in den Betriebswerken der Städtischen Wasserwerke eingelagert.

Für den Neubau der evangelischen Bischofskirche wurden weitere, neue Glocken gegossen. Unter ihnen auch die so genannte "Einser" (Im Video ab Minute 3.32). Das ist die große Glocke (Klang eines tiefen G), die nur zu ganz besonderen Anlässen und hohen Feiertagen im Plenum mit läutet. Und sie erklingt am Karfreitag - wenn alle Glocken der katholischen Nachbargemeinden schweigen - dann läutet sie mit ihrer tiefen Bassstimme solistisch über den Dächern der stillen Stadt - um den Einen zu ehren, der sein Leben gab - damit die Welt mit Gott Frieden hat: Christus. Daher ist die "Einser" auch unsere Christus-Glocke.
 

 

Nr.

Gussjahr Gießer, Gussort Durchmesser
(mm)
Masse
(kg)
Nominal
(16tel)
Inschrift
1 1955 Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg 2020 5148 g0 

„Himmel und Erde werden vergehen
aber meine Worte werden nicht vergehen.
Matth. 24,35.“

2 1490 1995 c1

„Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Amen.
Matth. 6,13.“

3 1320 1363 d1

„O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort.
Jer. 22,29.“

4 1830 Nicolaus Regnault,
Dinkelsbühl
1280 1000 e1

„Ehre sey dem Herrn in der Gemeine,
die in Christo Iesu ist zu aller Zeit.
Ephes. 7 V 21."

5 1050 650 g1

„Das Volck, das geschaffen soll werden, wird den Herrn loben.
Psa 102 V 19.“

6 1964 Friedrich Wilhelm Schilling, Heidelberg 910 518 a1

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7 840 410 b1 – - -  (Vater-Unser Glocke im Dachreiter) 

 

Hier der Klang des Geläuts: