Sterben und Tod


Im Angesicht des Todes...

 

...ein Familienmitglied liegt im Sterben?

...Sie haben einen Angehörigen verloren?

...Sie beschäftigen sich mit dem Tod?

Sollten Sie Fragen rund um die Bestattung haben — die eines Angehörigen oder auch die Vorsorge für Ihre eigene Beisetzung: Bitte sprechen Sie uns an. Wir gehen mit … von Herzen gern.

Wir Christen rechnen mit Gottes Gegenwart auch im Sterben und im Tod. Wir glauben, dass Gott sich in Jesus dafür verbürgt, dass Menschen durch das Sterben hindurch das Ziel ihres Lebens finden können und werden. 

 


Auf dem Weg des Sterbens

Was kann ich tun?
  • Seien Sie da. Vertrauen Sie darauf: kleine Zeichen der Nähe kommen an. Auch wenn die Person sich nicht mehr äußern kann.
  • Ein vertrautes Gebet sprechen. Vielleicht Psalm 23 oder das Vaterunser.
  • Vielleicht erzählen Sie von einer guten Erinnerung, die Sie mit dem*der Sterbenden teilen.
  • Ein gutes Wort, vielleicht ein Segen: 

Es segne dich Gott, der Vater, der dich nach seinem Ebenbild geschaffen hat.
Es segne dich Gott, der Sohn, der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat.
Es segne dich Gott, der heilige Geist, der dich zum Leben gerufen und geheiligt hat.

  • Wenn der Wunsch da ist: lassen Sie sich und die sterbende Person stärken durch das Heilige Abendmahl und durch Gottes Segen. Melden Sie sich dafür bei uns - auch außerhalb der Bürozeiten.

Nach dem Sterben

Abschied nehmen

Es kann ein liebevolles Zeichen der Achtung und des Respekts vor den Toten sein, wenn Angehörige oder Freunde ihnen die Hände über der Brust falten und ihnen die Augen schließen.

Abschiedsworte:

Wir wollen Abschied nehmen von (Name) und bedenken, was uns mit ihm / ihr verbindet.
Wer sie / ihn lieb gehabt und geachtet hat, der trage diese Liebe und Achtung weiter.
Wen er / sie lieb gehabt, der danke ihm / ihr alle Liebe.
Wer ihm / ihr etwas schuldig geblieben ist an solcher Liebe, in Worten und Taten, der bitte Gott um Vergebung.
Und wem sie / er weh getan haben sollte, der verzeihe ihm / ihr, wie Gott uns vergibt, wenn wir ihn darum bitten.
So nehmen wir Abschied mit Dank für alles Gewesene und im Frieden.


Die Beerdigung

Gut zu wissen

Sie und Ihre Angehörigen haben das Recht, durch einen evangelischen Geistlichen vor, während und auch nach einer Trauerfeier begleitet zu werden. Es ist für uns eine der vornehmsten und wichtigsten Aufgaben: Die Gemeindemitglieder angesichts des Todes zu begleiten. 

Wir sind für Sie da! Das kostet nichts extra. Es gibt keine Bestattungsgebühr!

In München werden Sie den Termin für eine Bestattung in aller Regel mit einem Bestattungsdienst vereinbaren. Neben den vielen anderen Dingen, die in kurzer Zeit erledigt werden müssen, findet dann ein Gespräch mit dem*der für Sie zuständigen Pfarrer*in statt, um die Trauerfeier vorzubereiten. Nehmen Sie sich für dieses Gespräch die Zeit, die Sie brauchen. Das Leben der Verstorbenen will gewürdigt werden. Es soll in angemessener Weise zur Sprache kommen. 


Das Erinnern

Gedenken an die Verstorbenen in der Gemeinde

Am Sonntag nach der Trauerfeier beten wir für Sie. Wir begleiten als Gemeinde unsere Verstorbenen und die Angehörigen. In vielen Gemeinden und auch in St. Matthäus gedenkt die Gemeinde der Verstorbenen und ihrer Angehörigen am Ewigkeitssonntag (Totensonntag), dem Sonntag vor dem ersten Advent. Das Altarbild (schauen Sie hier) führt der Gemeinde die Hoffnung auf das „himmlische Jerusalem“ vor Augen. Denn „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13, 14)

 

Der Trost des Glaubens

Der Kirchenvater Hieronymus hat ihn in schönen Worten so zusammengefasst:

Wir wollen nicht nur trauern, dass wir sie verloren haben
Wir wollen auch dankbar dafür sein, dass wir sie gehabt haben
Denn wer heimkehrt zum Herrn, 
der bleibt in der Gemeinschaft der Gottesfamilie 
und ist uns allen nur vorausgegangen.

 Weitere Informationen zur Bestattung finden Sie hier.